Montag, 22. August 2022

8. Woche - Countdown bis Zuhause

Letzte Woche verging die Zeit sehr zügig!

Jetzt wird es sehr ernst und ich genieße ganz intensiv die letzten Tage hier in Dänemark – auch auf der Arbeit mit den lieben Kolleg*Innen.

Diese Woche ging es für mich nur Büroarbeit. Ich bin leider am Freitag, nach dem Feierabend, auf dem Weg zum Busbahnhof umgeknickt und bin voll auf dem Gesicht gelandet. 😖💥😵😷 Ich bin aber gleich mit meiner Frau in Flensburg in die Notaufnahme gegangen, um sicherzugehen, dass nichts gebrochen ist – mein Knöchel wurde schnell dick und blau. Zum Glück ist nichts gebrochen. 👍 Doch ich konnte mir nichts entgehen lassen und verbrachte trotzdem die schöne Zeit mit meiner Frau in Schleswig bei den Wikingern. 😇 Wie sagt man so schön? Hinfallen, Aufstehen, die Krone richten und weitergehen. 😂

So konnte ich ruhig an der Ausleihe trotzdem die Leihverkehre bearbeiten und die Kolleg*Innen sind für mich die Medien heraussuchen gegangen. Natürlich haben sie das gern für mich gemacht. 😋😊Aber Nachmittag ging ich ins Büro, um den Gefallen für eine Kollegin zu tun – ich habe ihr geholfen, in dem E-Mail-Konto zu verwalten. Es ging um die Einladungen, wo die ganzen Adressen von den Lesern zu sortieren bzw. zu verwalten. Es war eine Erleichterung für sie und sie war auch sehr dankbar, dass ich ihre Arbeit freiwillig abnahm. Das habe ich sehr gern gemacht, denn ich habe ganz viel Geduld und es war auch mal eine schöne Abwechslung für mich. 

Auch am Dienstag hatten wir eine 2-stündige Bibliothekarische Sitzung und ich durfte mit dabei sein, nebenbei habe ich für Willkommensbeutel für die Kollegin mitgeholfen. (Flyer gefaltet und USB-Sticks zusammen mit Schnüren bündeln) 

Am Ende musste ich noch die Dateien, die vorgearbeitet wurde, alles in die USB-Sticks ziehen.

Der letzte Arbeitstag am Donnerstag

Es war ein sehr komisches Gefühl – mein Bauch fühlte sich so flau an – schon als die Kollegin mich abholte und zu mir „traurig“ sagte, dass es jetzt mein letzter Tag hier in Dänemark sei … Da konnte ich mir noch die Tränen verkneifen.

Die Kolleg*Innen hatten ein tolles Frühstück vorbereitet – extra für mich, so schick gemacht … Das hatte mich unglaublich sehr doll gefreut. Als alle am Tisch saßen, hatte die Geschäftsführerin ein paar Worte für mich gesagt. Es hatte mich sehr gerührt, sodass ich einfach die Tränen nicht mehr halten konnten. Auch die anderen Kolleg*Innen hatten was gesagt, wie sehr sie mit mir zufrieden waren bzw. wie viel Spaß sie mit mir hatten. Als Geschenk bekam ich höchstpersönlich von der Geschäftsführerin ein Buch, den sie selbst geschrieben hatte – ein Länderporträt über Dänemark und von dem ganzen Team 4 Flaschen Met mit Tonbechern. 💞😍


(Video kann man sich am besten über Handy anschauen, wenn es am PC nicht funktioniert 😊)

Als mein Feierabend naht, war der Abschied unheimlich schwer und merkte auch, dass es den Kolleg*innen auch sehr nah am Wasser war. Es war einfach die schönsten 8 Wochen Praktikum, die ich jemals erleben durfte. Ich habe viel Neues kennengelernt und tolle Erfahrungen gesammelt. 💫
Da hieß es, Abschied vom Land zu nehmen 😔😓😭

Fazit zu dem Auslandspraktikum

Ich kann es wirklich nur jeden empfehlen, wenn man die Chance über Erasmus+ Projekt einem Auslandspraktikum bekommen kann. Man lernt einfach die andere Kultur kennen, das andere Leben im anderen Land, der andere Umgang mit Menschen. Und hey, wann hat man mal die Chance, 8 Wochen „Urlaub“ haben zu können. Klar, man geht unter der Woche arbeiten, aber man kann jedes Wochenende über das Land erkundigen, was man normalerweise nicht im normalen Urlaub mit höchstens 3 Wochen.

Und ich kann es jeden empfehlen, die vielleicht nicht so gut Deutsch können, einfach in der Zentralbücherei Aabenraa zu bewerben. Die Kolleg*Innen waren super nett, humorvoll und alle waren sehr geduldig!

In der Zeit, wo ich in Dänemark lebte, konnte ich von unseren deutschen Medien abschalten – somit konnte ich kein Thema über Corona, Krieg in der Ukraine oder über Waldbrände bei uns (gut ok, das musste ich leider von meiner Familie bzw. Freunde erfahren). Es war auch wie eine Erholung für mich.

Ich fühle mich noch viel mehr selbstbewusster. Und ich habe wirklich sehr viel Erfahrungen und neue nette Menschen kennenlernen können. Ich brachte auf jeden Fall ganz viele neue Erfahrungen mit nach Hause.

Was mir besonders auffiel in Dänemark: Da waren unheimlich viele blonde Kinder bzw. Erwachsenen. Das war so toll, da war ich etwas neidisch. Und es trugen sehr viele Kinder und junge Menschen mit Hörgeräten.

In Dänemark war es so typisch, dass man immer duzt, egal bei wem und ob man sich kennt oder nicht. Nur bei der Königin durfte man nicht duzen. Das war sehr schwer umzugewöhnen. Hat man mal „sie“ angesprochen, fanden manche etwas für viele Dänen komisch, aber sie wussten sofort, dass ich aus Deutschland kam.

Wundert euch bitte nicht, wenn ich auch Nachmittag „Moin“ sage, denn oben wurde immer mit „Moin“ oder „Moin Moin“ (wenn man besonders gut gelaunt ist) begrüßt, egal welche Uhrzeit. 😉

Ein Nachteil in Dänemark kann ich auf jeden Fall aus Erfahrung sprechen: der öffentliche Verkehr ist nicht so doll und man kommt leider nicht einfach mal so schnell von A nach B, besonders Wochenende fahren überall nicht so viele Busse. Es gibt auch zu wenige Zugverbindungen, selbst in Aabenraa gab es keinen Bahnhof. Also für Großstädtler, die mit sehr gute Verbindungen zu dem öffentlichen Verkehr dran gewöhnt sind, ist es daher nicht so sehr dafür geeignet.

Ich konnte damit gut leben und konnte viel erreichen, was ich alles erleben wollte. Dank der Fahrbücherei konnte ich auch Gegend ansehen, mit dem man überhaupt nicht mit öffentlichem Verkehr erreichen konnte.

Mittlerweile kann ich sogar jetzt Dänisch verstehen, wenn Leute miteinander reden. Ich finde, Dänisch kann man schnell lernen (zumindest finde ich meiner Meinung nach so)

Ich werde definitiv in Dänemark nochmal Urlaub machen und die Kolleg*Innen in der Zentralbücherei besuchen fahren. 😍

Also, worauf wartet ihr? Nicht zögern, einfach mal machen, dann bereut man hinterher nie! 😎

Die nächsten Blogeinträge kommen nur noch tolle Eindrücke vom Wochenend-Trip.