Letzte Woche verging die Zeit sehr zügig!
Jetzt wird es sehr ernst und ich genieße ganz intensiv die letzten Tage hier in Dänemark – auch auf der Arbeit mit den lieben Kolleg*Innen.
Diese Woche ging es für mich
nur Büroarbeit. Ich bin leider am Freitag, nach dem Feierabend, auf dem Weg zum
Busbahnhof umgeknickt und bin voll auf dem Gesicht gelandet. 😖💥😵😷 Ich bin aber
gleich mit meiner Frau in Flensburg in die Notaufnahme gegangen, um sicherzugehen,
dass nichts gebrochen ist – mein Knöchel wurde schnell dick und blau. Zum Glück
ist nichts gebrochen. 👍 Doch ich konnte mir nichts entgehen lassen und verbrachte
trotzdem die schöne Zeit mit meiner Frau in Schleswig bei den Wikingern. 😇 Wie sagt man so schön?
Hinfallen, Aufstehen, die Krone richten und weitergehen. 😂
So konnte ich ruhig an der Ausleihe trotzdem die Leihverkehre bearbeiten und die Kolleg*Innen sind für mich die Medien heraussuchen gegangen. Natürlich haben sie das gern für mich gemacht. 😋😊Aber Nachmittag ging ich ins Büro, um den Gefallen für eine Kollegin zu tun – ich habe ihr geholfen, in dem E-Mail-Konto zu verwalten. Es ging um die Einladungen, wo die ganzen Adressen von den Lesern zu sortieren bzw. zu verwalten. Es war eine Erleichterung für sie und sie war auch sehr dankbar, dass ich ihre Arbeit freiwillig abnahm. Das habe ich sehr gern gemacht, denn ich habe ganz viel Geduld und es war auch mal eine schöne Abwechslung für mich.
Auch am Dienstag hatten wir eine 2-stündige Bibliothekarische Sitzung und ich durfte mit dabei sein, nebenbei habe ich für Willkommensbeutel für die Kollegin mitgeholfen. (Flyer gefaltet und USB-Sticks zusammen mit Schnüren bündeln)
Am Ende musste ich noch die Dateien, die vorgearbeitet wurde, alles in die USB-Sticks ziehen.
Der letzte Arbeitstag am Donnerstag
Es war ein sehr komisches Gefühl – mein Bauch fühlte sich so flau an – schon als die Kollegin mich abholte und zu mir „traurig“ sagte, dass es jetzt mein letzter Tag hier in Dänemark sei … Da konnte ich mir noch die Tränen verkneifen.
Die Kolleg*Innen hatten ein
tolles Frühstück vorbereitet – extra für mich, so schick gemacht … Das hatte
mich unglaublich sehr doll gefreut. Als alle am Tisch saßen, hatte die
Geschäftsführerin ein paar Worte für mich gesagt. Es hatte mich sehr gerührt,
sodass ich einfach die Tränen nicht mehr halten konnten. Auch die anderen
Kolleg*Innen hatten was gesagt, wie sehr sie mit mir zufrieden waren bzw. wie viel Spaß sie mit mir hatten. Als Geschenk bekam ich höchstpersönlich von
der Geschäftsführerin ein Buch, den sie selbst geschrieben hatte – ein
Länderporträt über Dänemark und von dem ganzen Team 4 Flaschen Met mit
Tonbechern. 💞😍
Fazit zu dem Auslandspraktikum
Ich kann es wirklich nur jeden empfehlen, wenn man die Chance über Erasmus+ Projekt einem Auslandspraktikum bekommen kann. Man lernt einfach die andere Kultur kennen, das andere Leben im anderen Land, der andere Umgang mit Menschen. Und hey, wann hat man mal die Chance, 8 Wochen „Urlaub“ haben zu können. Klar, man geht unter der Woche arbeiten, aber man kann jedes Wochenende über das Land erkundigen, was man normalerweise nicht im normalen Urlaub mit höchstens 3 Wochen.
Und ich kann es jeden
empfehlen, die vielleicht nicht so gut Deutsch können, einfach in der
Zentralbücherei Aabenraa zu bewerben. Die Kolleg*Innen waren super nett,
humorvoll und alle waren sehr geduldig!
In der Zeit, wo ich in Dänemark lebte, konnte ich von unseren deutschen Medien abschalten – somit konnte ich kein Thema über Corona, Krieg in der Ukraine oder über Waldbrände bei uns (gut ok, das musste ich leider von meiner Familie bzw. Freunde erfahren). Es war auch wie eine Erholung für mich.
Ich fühle mich noch viel mehr
selbstbewusster. Und ich habe wirklich sehr viel Erfahrungen und neue nette
Menschen kennenlernen können. Ich brachte auf jeden Fall ganz viele neue
Erfahrungen mit nach Hause.
Was mir besonders auffiel in Dänemark: Da waren unheimlich viele blonde Kinder bzw. Erwachsenen. Das war so toll, da war ich etwas neidisch. Und es trugen sehr viele Kinder und junge Menschen mit Hörgeräten.
In Dänemark war es so typisch,
dass man immer duzt, egal bei wem und ob man sich kennt oder nicht. Nur bei der
Königin durfte man nicht duzen. Das war sehr schwer umzugewöhnen. Hat man mal
„sie“ angesprochen, fanden manche etwas für viele Dänen komisch, aber sie
wussten sofort, dass ich aus Deutschland kam.
Wundert euch bitte nicht, wenn
ich auch Nachmittag „Moin“ sage, denn oben wurde immer mit „Moin“ oder „Moin
Moin“ (wenn man besonders gut gelaunt ist) begrüßt, egal welche Uhrzeit. 😉
Ein Nachteil in Dänemark kann ich auf jeden Fall aus Erfahrung sprechen: der öffentliche Verkehr ist nicht so doll und man kommt leider nicht einfach mal so schnell von A nach B, besonders Wochenende fahren überall nicht so viele Busse. Es gibt auch zu wenige Zugverbindungen, selbst in Aabenraa gab es keinen Bahnhof. Also für Großstädtler, die mit sehr gute Verbindungen zu dem öffentlichen Verkehr dran gewöhnt sind, ist es daher nicht so sehr dafür geeignet.
Ich konnte damit gut leben und
konnte viel erreichen, was ich alles erleben wollte. Dank der Fahrbücherei
konnte ich auch Gegend ansehen, mit dem man überhaupt nicht mit öffentlichem Verkehr erreichen konnte.
Mittlerweile kann ich sogar jetzt Dänisch verstehen, wenn Leute miteinander reden. Ich finde, Dänisch kann man schnell lernen (zumindest finde ich meiner Meinung nach so)
Ich werde definitiv in Dänemark nochmal Urlaub machen und die Kolleg*Innen in der Zentralbücherei besuchen fahren. 😍
Also, worauf wartet ihr? Nicht zögern, einfach mal machen, dann bereut man hinterher nie! 😎
Die nächsten Blogeinträge kommen nur noch tolle Eindrücke vom Wochenend-Trip.

